Lauf, Müller, lauf
Volkslied
(1) Es wohnt' ein Müller an jenem Teich, lauf, Müller, lauf!
der hatt' eine Tochter, und die war reich.
Refrain:
Lauf, Müller, lauf wie die Katze nach der Maus;
potz Himmeldonnerwetter, Müller, lauf, lauf, lauf!
|: Und tu' dein Schlappmaul auf! :|
(2) Nicht weit ab wohnt ein Edelmann, lauf, Müller, lauf!
der wollte des Müllers Tochter han. Refrain:
(3) Der Edelmann hat einen Knecht, lauf, Müller, lauf!
und was er tat, das war ihm recht. Refrain:
(4) "Guten Tag, guten Tag, Frau Müllerin, lauf, Müller, lauf!
wo stell' ich denn meinen Habersack hin?" Refrain:
(5) "So stell' ihn nur in jene Eck', lauf, Müller, lauf!
g'rad neben meiner Tochter Bett." Refrain:
(6) Und als sie kam, die Mitternacht, lauf, Müller, lauf!
es in dem Sack lebendig ward. Refrain:
(7) Die Tochter schrie, die Tochter schrie: lauf, Müller, lauf!
"Es ist ein Dieb in uns'rer Mühl'." Refrain:
(8) "Ach Mutter, ach Mutter, kommt mit Licht, lauf, Müller, lauf!
der Habersack schon auf mir liegt." Refrain:
(9) Der Habersack hat Händ und Füß', lauf, Müller, lauf
und in der Mitte einen Spieß! Refrain:
(10) "Es ist kein Dieb, es ist kein Dieb, lauf, Müller, lauf!
es ist ein Edelmann, der hat dich lieb." Refrain:
(11) "Einen Edelmann, den mag ich nicht, lauf, Müller, lauf!
einem braven Burschen versag' ich mich nicht." Refrain:
(12) "Ein' braven Burschen muss ich hab'n, lauf, Müller, lauf!
und müsst ich ihn aus dem Boden grab'n." Refrain:
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