Ännchen von Tharau
Text: Simon Dach 1644 / Gottfried Herder 1778
Noten: Friedrich Silcher

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(1) Ännchen von Tharau ist’s, die mir gefällt,
Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.
Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz
Auf mich gerichtet in Lieb und in Schmerz.
Ännchen von Tharau, mein Reichthum, mein Gut,
Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!

(2) Käm alles Wetter gleich auf uns zu schlahn,
Wir sind gesinnet bei einander zu stahn.
Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein
Soll unsrer Liebe Verknotigung sein.
Ännchen von Tharau, mein Reichthum, mein Gut,
Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!

(3) Recht als ein Palmenbaum über sich steigt,
Je mehr ihn Hagel und Regen anficht;
So wird die Lieb’ in uns mächtig und groß
Durch Kreuz, durch Leiden, durch allerlei Noth.
Ännchen von Tharau, mein Reichthum, mein Gut,
Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!

(4) Würdest du gleich einmal von mir getrennt,
Lebtest, da wo man die Sonne kaum kennt;
Ich will dir folgen durch Wälder, durch Meer,
Eisen und durch Kerker, durch feindliches Heer.
Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn,
Mein Leben schließt sich um deines herum.

Es gibt noch weitere Strophen, die aber nicht
mehr in unsere Zeit passen (siehe Wiki). Sie wurden

bereits nicht mehr in das Commersbuch aufgenommen

 

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