Herrgott aus Sta'
Text und Noten: Karl Hodina

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(1) In Ottakring draußt,
in an uralten Haus
Im Hof, in der Speckbachergassen,
is g'lahnt ganz verstaubt,
seiner Zierde beraubt
a Herrgott aus Sta', so verlassen.
I hob ihn entdeckt
und als Kind dort versteckt
mei Kittröhrl und meine Stolln,
denn die größeren Buam war'n
auf die Stolln wie die Narr'n
a 's Kittröhrl hättens ma g'stohln

Refrain:
Herrgott aus Sta', du nur alla,
hast mi als Büaberl verstanden
Hast mein Besitz immer beschützt
bist wie ein Freund davor g'standen
Oft hab i g'want, mich an dich g'lahnt
denn Kindersorgen san groß.
Herrgott aus Sta', du nur alla,
Du warst mei anziger Trost.
 
(2) Des is scho lang her,
von dem Haus steht nix mehr
und Ottakring hat sich verändert
heut wir überall baut, alles Alte zerhaut
auch d'Menschen die hab'n sich geändert
I fahr öfter noch raus
denn mei Muater wohnt draußt
und wie i so hingeh zu ihr
da liegt ganz verlassen
zerschlag'n auf der Straß'n
mei stanana Hergott vor mir

Refrain:
Herrgott aus Sta', i glaub mir zwa
hab'n uns no rechtzeitig g'funden
hast mein Besitz immer beschützt
bin die als Freund noch verbunden.
I trag di' ham und pick die z'samm
san deine Schmerzen a groß
Herrgott aus Sta', du nur alla,
Du warst mei anziger Trost.

 

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Prof. Karl Hodina war eigentlich Maler, aber hat auch gerne Wienerlieder gesungen.

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www.gerolz.de